
Der Botanische Garten Viera y Clavijo im Vorort Tafira Alta ca. sieben Kilometer oberhalb von Las Palmas ist einer der Orte, der bei einem Besuch auf Gran Canaria nicht fehlen darf. Die Gartenanlage untersteht der Inselverwaltung Gran Canarias und ist das ganze Jahr für Besucher geöffnet.
Hier werden außergewöhnliche Exemplare der kanarischen Flora gesammelt, aufgezogen, studiert und geschützt. Auf dem kanarischen Inselarchipel existieren etwa 2000 verschiedene Spezien, davon sind mehr als 500 endemisch.
Die kanarische Flora ist in der Welt einzigartig. Ihre Spezien, die in ihren Ursprungsregionen längst ausgestorben sind, haben nur auf den Kanarischen Inseln überlebt und versetzen den Besucher in weit zurückliegende geologische Epochen. Der Botanische Garten ist mit einer Ausstellungsfläche von 27 ha die größte Anlage dieser Art in Spanien.
Plaza de Viera y Clavijo
Von der Ausfallstraße aus Las Palmas kommend Richtung Sta. Brígida geht es ubre die Plaza Viera Clavijo mit der Büste des gleichnamigen Naturkundlers und Historikers des 18. Jahrhunderts in den Botanischen Garten.
Jardín de las Islas (Garten der Inseln)
Dieser Garten liegt zwischen der Plaza de Las Palmeras und dem Garten der Fettpflanzen (Jardín de Plantas Crasas). Um eine zentral gelegene Rasenanlage sind Steinformationen angeordnet, in denen Spezien je nach Inselherkunft zusammengestellt sind.

Jardín de Cactus y Suculentas (Garten der Kakteen und Fettpflanzen)
Die Zahl der auf der Welt existierenden Fettpflanzengattungen wird auf 10.000 geschätzt. In diesem Fettpflanzengarten sind rund 2.000 Spezien zu sehen, die eine breite Auswahl der auf der Welt vorhandenen Fettpflanzen darstellen.
Jardín Macaronésico Ornamental (Makaronesischer Ornamentalgarten)
Um die Plaza Fernando Navarro neben dem Gewächshaus auf der Höhe der Puente de Madera (Holzbrücke) gruppieren sich endemische Pflanzen von hohem dekorativem Wert.

El Jardín Escondido (Versteckter Garten)
Der Versteckte Garten, so die Übersetzung, befindet sich in einem kleinen hochfeuchten Gewächshaus mit tropischer Atmosphäre. Errichtet wurde dieses Gewächshaus in Erinnerung an die unvergessliche Zoë Bramwell.
El Puente de Piedra (Steinbrücke)
Die rechts abgebildete Steinbrücke ist ein getreuer Nachbau der Holzbrücke, die seinerzeit über den Barranco de Guiniguada in Las Palmas die Stadtteile Vegueta und Triana miteinander verband.

La Fuente de Los Sabios (Brunnen der Weisen)
Die an diesem Brunnen der Weisen dargestellten Persönlichtkeiten sind Joseph Bornmüller, Charles-Josef Pitard, Karl A. Bolle, Auguste M. Broussonet, Sabin Berthelot, Phillip Barker Webb, Christen Smith, Ramón Masferrer, Hermann Christ und Oscar Burchard.

El Pinar (Kieferhain)
Der kanarische Kieferhain setzt sich aus zwei Teilen zusammen, die beide auf der linken Seite des durch den Botanischen Garten verlaufenden Barrancos Guiniguada liegt.

Bosque de Laurisilva (Lorbeerwald)
Am Fuße des Berghanges zwischen dem Ausstellungszentrum und dem Brunnen der Weisen befindet sich ein beeindruckender Lorbeerwald, in dem zahlreiche Spezien zusammenleben.
Die zu bewundernden Bäume wurden 1964 gepflanzt.
Plaza Matías Vega
Auf dieser Plaza stehen Exemplare der Kanarischen Palme (Phoenix canariensis), einer endemischen Spezie der Kanaren, die auf allen sieben kanarischen Inseln vertreten sind und eine der typischen Pflanzenarten des Archipels darstellen.

El Alpendre (Stall und Geräteschuppen)
Dieser traditionelle kanarische Geräteschuppen stammt aus der Zeit vor der Schaffung des Botanischen Gartens und wurde 1989 reformiert. Hier sind einige Gebrauchsgegenstände und Ackergeräte der traditionellen Landwirtschaft ausgestellt.
Plaza de los Nenúfares (Seerosenplatz)
Auf dieser Plaza, dem Seerosenplatz, werden unter freiem miel gelegentlich Konzerte, Volkstänze, Preisübergaben und andere kulturelle Aktivitäten veranstaltet. Der Seerosenplatz ist der Treffpunkt der gesamten Gartenanlage.
Forschung
Die wissenschaftlichen Arbeiten an den kanarischem Endemismen werden unter verschiedenen Geischtspunkten betrieben: taxonomische Forschung (Klassifikation), mikro- und makrobiologische Vielfalt (Isoenzyme und AND); reproductive Biologie, etc. Diese Untersuchungen tragen einerseits dazu bei, mehr über die Beziechungen zu anderen Endemismen, deren Ursprung und Evolution zu erfahren. Andererseits bringen die Untersuchungen auch mehr Kenntisse über den aktuellen Zustand der endemischen Poblationen zu Tage. Dieser als “Artenschutzbiologie” bezeichnete multidizziplinäre Forschungsbereich ermöglicht, neue Informationen bezüglich Struktur und Dynamik dieser Poblationen zu gewinnen. Dadurch wird die grundlage dafür geschaffen, in den Artenschutzprogrammen geeignete Strategien für bedrohten Spezien zu entwickeln.
Artenschutz Samenbank
Eine de Techniken zum Schutz von Pflazen außerhalb ihres natürlichen Mediums stellen de Samenbanken dar. Seit 1983 verfügt der Botanische Graten über eine Samebank für kanarische und makaronesische Endemismen. Zur Zeit werden in der Samebank ca. 2.000 Baumarten von rund 400 endemischen Spezien aufbewahrt. Die Samen werden bei geringer Feuchtigkeit und niedrigen Temperaturen gehalten, um ihre Lebensdauer und Einsetbarkeit zu gewährleisten. Dadurch können die Samen jederzeit vervielfätigt und ausgebracht werden. Außerdem stehen sie stets für Forschungzwecke zur Verfügung und können anderen Forschungseinrichtungen über den Samekatalog zur Verfügung gestellt werden. Dieser Katalog wird einmal im Jahr von der Asociación Ibero-Macaronésica de Jardines Botánicos (Ibero-makaronesische Vereinigung Botanischer Gärten) herausgegeben.
Die Samenbanken können auf engem Raum eine große Zahl von Poblationen jeder Spezie aufnehmen, wodurch die genestiche Veränderlichkeit sehr hoch ist.
Mehr Information:
Jardín Botánico Canario "Viera y Clavijo"
Apartado 14. Tafira Alta
35017 Las Palmas de Gran Canaria
Gran Canaria
Telefon: (+34) 928 219 580
E-mail: jardincanario@grancanaria.com