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Gran Canaria und die Weine

Gran Canaria: Gran Canaria und die Weine

Einer der charakteristischsten Aspekte der Insel Gran Canaria ist die Vielfalt der hier anzutreffenden Mikroklimata, die dazu beitragen, dass Trauben der gleichen Sorte, die in einem sehr limitierten geografischen Gebiet angepflanzt werden, eine breit gefächerte Palette an weinkundlichen Charakteristiken darstellen. Ein weiterer kennzeichnender Aspekt der lokalen Weine ist die Tatsache, dass ein Grossteil der Rebstöcke eingeführt worden ist, noch bevor die Reblaus die europäischen Weinberge verwüsten sollte.

Aus diesem Grund ist es möglich, die Weinstöcke kultivieren zu können, ohne auf das Pfropfverfahren zurückgreifen zu müssen. Dementsprechend verfügt die Insel heutzutage über ein Weinbauerbe von einzigartigen Merkmalen.

Geschichte

Die Rebe wurde auf den Kanarischen Inseln im Laufe des XV. Jahrhunderts von den Spaniern eingeführt, und in weniger als fünfzig Jahren florierte die Weinproduktion zu einem wichtigen wirtschaftlichen Sektor.

Gran Canaria: Gran Canaria und die Weine
Gran Canaria: Gran Canaria und die Weine

Anfangs war die Produktion lediglich auf den lokalen Konsum eingerichtet, aber bereits in der Mitte des XVI. Jahrhunderts wurden die Weine der Kanarischen Inseln nach England, Nordeuropa und in die portugiesischen und spanischen Kolonien in Afrika und Amerika exportiert.

Dennoch kam es im XVIII. Jahrhundert auf Grund der zerrütteten Beziehungen zwischen England und Spanien und einer Reihe von Hindernissen im administrativen und bürokratischen Bereich von Seiten des Vertragshauses in Sevilla zu einer rückläufigen Produktion, die ihren schlechtesten Stand schließlich im XIX. Jahrhundert erreicht hatte. In dieser Zeit wurden die Weinberge der Kanarischen Inseln von zwei Plagen heimgesucht, dem echten und dem falschen Mehltau. In den vergangenen Jahren wurde ein globales Programm zur Wiederherstellung der weinbauenden Produktion eingeleitet und inzwischen können die Weine von Gran Canaria allmählich ansteigende Zahlen verbuchen und zu ihrer einstigen Position zurückfinden. 

Die Weine

Im XVI. Jahrhundert war der berühmteste Exportwein der Kanarischen Inseln unter den Bezeichnungen malvasía, oder ganz einfach vino de Canarias (Wein von den Kanarischen Inseln) bekannt.

Heutzutage wird auf der Insel im Rahmen der Ursprungsbezeichnungen D.O. Monte Lentiscal und D.O. de Gran Canaria (D.O.= Denominación de Origen) eine sehr viel umfangreichere Vielfalt an Weinen hergestellt. Zu den meistverbreitesten Sorten zählen negra común, negramoll, tintilla, moscatel negra, malvasía und listan.

Beide Ursprungsbezeichnungen umfassen rund zwölf kommerzielle Marken, die junge Weine, Rot- und Weißweine anbieten. Die edlen Tropfen haben bereits den lokalen Markt erobert und befinden sich in stetiger Expansion.

Gran Canaria: Gran Canaria und die Weine

Ein Besuch der Weinkeller. Die Weinroute

Die Weinkultur der Insel Gran Canaria können Sie am besten kennen lernen, indem Sie den einzelnen Weinkellern einen Besuch abstatten. Einige der Bodegas verfügen über ein eigenes Museum, und in fast allen können Sie Verköstigungen vornehmen und den lokalen Wein direkt kaufen. Viele Weinkeller bieten nach entsprechender Vorbestellung auch Kostproben der lokalen Gastronomie an. Die „wiedergeborene“ Weinkultur auf Gran Canaria wurde mit der Eröffnung eines Hauses bereichert, das bereits über zweihundert Jahre alt ist und sich im Ortskern von Santa Brígida befindet: Das Weinmuseum  Museo del Vino.

 

Mocanal Hoya de Parrado La Montaña Vandama La Orilla Mondalon Tabaibilla

 



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