
Kartoffeln und Süsskartoffeln
Diese beiden Knollenfrüchte sind von Amerika nach den Kanarischen Inseln kurz nach der Eroberung gekommen, und seither sind sie ein sehr wichtiger Bestandteil der kanarischen Küche.
Kartoffeln aller Art sind in fast allen Gerichten unserer Gastronomie zu sehen, entweder als Zutate im Rezept oder als Beilage von Hauptgerichten.
Kartoffeln bilden eines von den schmackhaftesten und berühmtesten Gerichten der kanarischen Küche, nämlich die papas arrugadas (in Salzwasser gekochte Pellkartoffeln).
Auf Gran Canaria werden zahlreiche Kartoffelsorten angebaut, unter denen sich die quinegua (King Eduard, eine von den am meisten verbrauchten), die cara (White care), die rambana ( Arrán Baner) und die artudate (Up to day) befinden.
Die Süßkartoffel – batata oder boniato genannt – hat einen angenehmen süßen Geschmack, und sie ist daher besonders für die Zubereitung von Süßspeisen, aber auch von Eintöpfen und anderen Gerichten wie Sancocho – ein Fischgericht – geeignet.

Gemüse
Der Gemüsenanbau auf Gran Canaria richtet sich hauptsächlich nach dem eigenen Verbrauch, auch wenn man sagen darf, daß die Qualität sehr gut ist.
Mit Gemüsen werden schmackhafte Eintöpfe zubereitet: Kresseneintopf – der beliebteste – oder Mangold-, Doppelsamen- oder Kohlsameneintopf, zu den normalerweise Kartoffeln und Maiskolben gegessen werden.
Es werden auch originelle Salate mit den rohen Zutaten wie die Kressensalat gemacht.
Zucchini, Kürbis und grüne Bohnen werden auch auf Gran Canaria angebaut. Sie werden als Beilage der Hauptgerichte oder in traditionellen Rezepten wie der Puchero (ein Gericht aus verschidenen Fleischsorten und Gemüse) benutzt.

Tomaten
Der Tomatenanbau ist einer von den am weitesten verbreiteten auf Gran Canaria, wo er schon seit mehr als ein Jahrhundert existiert. Tomaten aus Gran Canaria werden in großen Mengen exportiert und sind aufgrund ihrer guten Eigenschaften sehr beliebt.
Ihre Größe variiert zwischen 4 und 5 cm, sie haben einen süßen Geschmack und sie sind sehr saftig Die kanarische Tomate gilt als eine der qualitativ besten.
Es gibt viele Sorten, aber die meist verkaufte bzw. verbrauchte ist ohne Zweifel die sogenannte „rote Tomate“ (tomate rojo).

Gewürze
In der kanarischen Küche werden sehr oft aromatische Kräuter und Gewürze in der Zubereitung der Speisen sowie der Soßen, Beizen und mojos verwendet.
Sie sollen nicht nur für Geschmack und Aroma sorgen, viele von denen gelten auch als sehr gesund.

Die am meisten verbrauchten sind: der Kümmel, der Thymian, der Lorbeer, der Paprikapulver, der Safran, der Oregano, die Petersilie, die wilde Minze, der Anis und der Fenchel.

Fleisch
In der traditionellen kanarischen Gastronomie wird hauptsächlich Kaninchen-, Zicklein- und Schweinefleisch verzehrt.
Damit werden mehrere Rezepte mit unterschiedlichen Soßen und Beizen zubereitet, die ihnen einen besonderen Geschmack gewähren.
Alle diese Fleischgerichte werden mit papas arrugadas oder gekochten Kartoffeln gegessen und dazu einen guten Wein der Herkunftsbezeichnung „Monte Lentiscal“ getrunken.

Tropische Früchte
Die Güte unseres Klimas hat die Verbreitung von Anbauten von tropischen Früchten aller Art veranlaßt. Hier kann man vortreffliche Mangofrüchte, Papayen, Avocados, Guajavenfrüchte usw. auskosten.
Aber der Bananenanbau ist derjenige, der am weitesten auf den Kanarischen Inseln und besonders auf Gran Canaria verbreitet ist, und daher spielt die Banane eine Hauptrolle in unserer Küche.
Die kanarische Banane hat goldgelbe Farbe mit winzigen dunkelbraunen Flecken. Sie wird sowohl als einfaches Obststück als auch in zahlreichen Speisen – frittierte Bananen, Bananen mit gofio, überbackene Bananen usw. – verzehrt.