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Besuch der Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria

 

Noch bevor man eine der großen Ausflugsrouten der Insel in Angriff nimmt, sollte man einen interessanten Stadtbesuch machen. Den Anfang macht dabei der Stadtstrand Las Canteras.

 

 

Podcast: Las Palmas de Gran Canaria

STADTSTRAND LAS CANTERAS

Gran Canaria: Las Canteras

Las Canteras zählt zu den schönsten Stadtstränden des Landes, und die Einheimischen betrachten ihn als ein Geschenk. Es handelt sich um ein weitläufiges Küstengebiet mit hellem Sand, dessen Gewässer durch das Naturriff La Barra abgegrenzt werden: Das Riff besänftigt den Wellengang, ohne ihn gänzlich vom offenen Meer abzuschneiden. Die Strandpromenade lädt mit zahlreichen Terrassen auf ein genüssliches Verweilen ein. Lässt man seinen Blick auf das Meer schweifen, erblickt man zur Rechten den Felsen El Confital am Fuße der Halbinsel La Isleta, deren Wellengang sich zu jeder Jahreszeit ideal zum Surfern anbietet. Zur Linken zeichnet sich in der Ferne die Nordküste Gran Canarias ab.

Am nordwestlichen Ende von Las Canteras erhebt sich das Auditorium Alfredo Kraus (www.pcongresos-canarias.com und www.auditorio-alfredokraus.com), das vom Architekten Óscar Tusquets in Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Juan Bordes entworfen worden ist und zudem den Kongresspalast der Kanarischen Inseln, Palacio de Congresos de Canarias, beherbergt. Es handelt sich um einen fantastischen Abriss des universellen Kulturgeistes der Stadt, denn hier finden bedeutende soziale und kulturelle Ereignisse wie das Internationale Filmfestival von Las Palmas de Gran Canaria oder das Musikfestival der Kanarischen Inseln neben zahlreichen klassischen Konzerten und anderen Musikveranstaltungen statt.

Im Stadtgebiet des Hörsaals befindet sich außerdem das architektonisch originell gestaltete Einkaufszentrum Las Arenas mit Kinosälen, Geschäften und Restaurants für jeden Geschmack.

SANTA CATALINA-PARK

In der Nähe von Las Canteras, auf der Seite des Hafens Puerto de la Luz, befindet sich der Santa Catalina-Park. Geschäfte und Hotels verleihen dem sinnbildlichen Park, der von Einheimischen und auswärtigen Besuchern gleichermaßen aufgesucht wird, ein kosmopolitisches Ambiente. Die Gebäude Elder und Miller konnten ihren Hafencharakter bewahren, wobei das Elder-Gebäude heute als Sitz des Museums für Wissenschaft und Technik genutzt wird. Das Miller-Gebäude beherbergt heutzutage das Choreografie-Zentrum von Las Palmas de Gran Canaria unter dem Namen Trini Borrull, zu Ehren jener Tänzerin, die dem Tanz einen entscheidenden Impuls verliehen hat.

Weiter in Richtung La Isleta erhebt sich die beeindruckende Burg Castillo de la Luz, umgeben von einem Park mit einem Rosengarten, der als Grünfläche für die Stadt neu aufbereitet worden ist. Die Festung wurde im 16. Jahrhundert erbaut und diente der Stadt jahrhundertelang als einer der wichtigsten Verteidigungspunkte gegen Angriffe von Piraten und Korsaren. Sie wies unter anderem Attacken der englischen Flotte und Drake und Morgan ab, konnte allerdings dem Angriff des Holländers Pieter van der Does nicht standhalten, der die Stadt im Jahre 1599 einnahm, plünderte und in Brand steckte. Rechts vom Park, in Richtung Süden, nehmen der Küstenboulevard und die Strasse León y Castillo ihren Anfang, zwei der bedeutendsten Verkehrsachsen, um die Stadt kennen zu lernen.

Die Urbanisation des Santa Catalina-Parks und Umgebung entstanden gegen Ende des XIX. Jahrhunderts nach der Inbetriebnahme des Hafens Puerto de la Luz. Zur damaligen Zeit befand sich diese Gegend noch weit vom historischen Ortskern Vegueta entfernt, wo die Stadt ihren Anfang fand. Am Ende des Hafens, gekrönt vom Bild des vulkanischen Gebirges, befindet sich La Isleta, ein Viertel, das ursprünglich Seeleute und Arbeiter aufgenommen hatte, die in der Hafengegend zu tun hatten. Auf dem Gipfel der kleinen Halbinsel liegt das Stadtviertel Las Coloradas, das einen Blick auf den gesamten Stadtstrand Las Canteras und das Riff bietet. Dieses Riff ist aus einer Lavazunge entstanden, die sich von der Halbinsel La Isleta ins Meer ergossen hat, erstarrt ist und eine Mauer gebildet hat, die einen Teil des Strandes zu einem Naturschwimmbad macht. Ein Grossteil dieses Naturraumes steht unter Naturschutz.

VEGUETA-TRIANA

Fast vierhundert Jahre lang bestand Las Palmas de Gran Canaria aus dem von Mauern umgebenen alten Kern Vegueta-Triana, der sich in der Mitte des letzten Jahrhunderts gen Norden ausweitete, bis er schließlich – ohne sich weiter ausdehnen zu können – im Kern endete, der gleichzeitig vom Santa Catalina-Park aus gewachsen war, mit der langen Strasse León y Castillo als Wachstumsachse und Verbindungsglied. Der Küstenboulevard ist erst in jüngerer Zeit entstanden und wurde auf einem Landstreifen gebaut, den man dem Meer abgewonnen hatte.

Die Ursprünge der Stadt Las Palmas de Gran Canaria lassen sich auf das Jahr 1478 zurückführen, als ein vom spanischen Kommandanten Juan Rejón geführtes Heer bei La Isleta auslief. Er marschierte die Küste entlang in Richtung Süden und brachte seine Truppen unverzüglich an einen Posten hoch oben auf einen Hügel, rechts von der Mündung der Guiniguada-Schlucht gelegen, wo heute eine Schnellstrasse ins Inselinnere verläuft. Dort, wo sich mittlerweile die Dorfkapelle San Antonio befindet, schlug er sein Lager auf, indem er Palisaden aus Palmenstämmen errichtete, die an diesem Ort reichlich zu finden waren. Ohne es zu ahnen, legte Juan Rejón somit den Grundstein zur Provinzhauptstadt, der er den Namen Real de Las Palmas gab. Der offizielle Name wurde der Stadt einige Jahre später, nach der Eroberung von Gran Canaria im Jahre 1515 gegeben. Seitdem ist sie unter ihrem heutigen Namen bekannt: Las Palmas de Gran Canaria.

Einen Rundgang durch Vegueta sollte man an der Plaza de Santa Ana beginnen, die sich nur wenige Meter vom damals errichteten Militärlager entfernt befindet, das von den Eroberern selbst als Zentrum der ersten Siedlung ernannt worden ist. Ein Grossteil der ursprünglichen Anlage konnte bis in die heutige Zeit erhalten bleiben. Am Santa Ana-Platz wurden das Rathaus, der Bischofspalast und die innen gotische und außen neoklasszistische Kathedrale errichtet. Der Orangenhof der Kathedrale ist ein architektonisches Juwel und beherbergt das Museum für religiöse Kunst. Am Platz steht auch der Regierungspalast, der Sitz des Vorsitzenden des Obersten Kanarischen Gerichtshofes.

Nahe der Plaza de Santa Ana, hinter der Kathedrale, befindet sich das Kolumbushaus, das an den Aufenthalt des Entdeckers Kolumbus in der Inselhauptstadt auf seinem Weg nach Amerika erinnert. Zudem sind im Haus eine Pinakothek und wertvolle amerikanische Dokumente und Sammlungen ausgestellt. Neben verschiedenen kulturellen Aktivitäten nimmt die Geschichte des Atlantischen Ozeans einen besonders wichtigen Platz ein. Das geräumige Gebäude mit seinen großzügigen Innenhöfen und kunstvollen Holz- und Steinarbeiten spiegelt zahlreiche Aspekte der Architektur von Gran Canaria wider.

Die Hauptfassade des Kolumbushauses zeigt auf die Plaza del Pilar Nuevo, die in die Strasse Los Balcones übergeht, welche direkt in Richtung Meer führt. In dieser Strasse befindet sich ein neoklassizistisches Gebäude, das in seinem Inneren mit einer blendenden Überraschung aufwartet: Das Atlantische Zentrum für Moderne Kunst, kurz CAAM genannt, ein Werk des Architekten Francisco Sainz de Oiza, in dem avantgardistische plastische Ausstellung von internationalem Rang ausgestellt werden.

Ebenfalls gleich in der Nähe der Plaza de Santa Ana, in der Strasse Doctor Chil, befinden sich die Kirche des ehemaligen Augustinerklosters, heutiger Sitz des Amtsgerichtes, die barocke Kirche San Francisco de Borja, das nüchtern anmutende Priesterseminar, von dem sich das aufklärerische Gedankengut des 18. Jahrhunderts ausgebreitet hatte, und das Kanarische Museum. Letzteres widmet sich hauptsächlich der prähispanischen Kultur der Insel, wobei das Museum die weltweit umfangreichste Sammlung von Überresten der Cromagnoiden beherbergt und ausstellt. Nur wenige Meter entfernt liegt die Plaza del Espíritu Santo in deren Mitte sich ein Tabernakel aus bearbeitetem Stein befindet. Gesäumt wird der Platz von den wichtigsten Herrenhäusern des Vegueta-Viertels. An der Rückseite der Kathedrale befindet sich die Plaza del Pilar Nuevo, die der Besucher sonntags zwischen 11 und 15 Uhr aufsuchen kann, um den Kultur- und Handwerksmarkt zu erleben. Neben kanarischer Handwerkskunst erfreut man sich an musikalischen Darbietungen. Die beschauliche Santo Domingo-Kirche und der gleichnamige Platz runden den anregenden Spaziergang durch das Gründerviertel Vegueta ab.

Kurz nach der Gründung der Stadt entstand Triana auf der anderen Seite der Mündung der Guiniguada-Schlucht, die heutige Strasse, die ins Zentrum der Insel führt. Von der Flussmündung von Vegueta aus gesehen, erblickt man die Plaza de Hurtado de Mendoza, die allgemein unter dem Namen „Las Ranas” („die Frösche“) bekannt ist, mit der Stadtbibliothek und dem ehemaligen Hotel Monopol, das zu einem Einkaufszentrum umgebaut worden ist. Es beherbergt Freizeiteinrichtungen wie Kinosäle, Cafeterias und Restaurants. Etwas weiter unten befindet sich das Pérez Galdós-Theater. An der Rückseite der Plaza de Hurtado de Mendoza trifft man auf die Plaza de Cairasco mit dem wunderschönen modernistischen Gebäude des Literaturvereins, den gegenüberliegenden Platz Alameda de Colón mit seiner Kirche und dem San Francisco-Kloster, das Hotel Madrid und schließlich das stattliche Gebäude des Kulturzentrums CICCA (Centro de Iniciativas Culturales de la Caja de Ahorros), ein Bereich, in dem sich der Grossteil des kulturellen Lebens der Stadt konzentriert.

Ebenfalls von Hurtado de Mendoza ausgehend gelangt man auf die schmale Strasse mit dem Namen La Peregrina (die Einleitung zur Einkaufsstrasse Triana) an die sich die Cano-Strasse anschließt, in der sich das Geburtshaus von Benito Pérez Galdós (zeitlich geschlossen) befindet. Das Gebäude beherbergt heute ein Museum, das an den Schriftsteller und sein Werk erinnert.

In der Triana-Strasse mit ihren erdgeschössigen Fachgeschäften finden sich Beispiele verschiedener historischer Architekturstile, wobei besonders die modernistischen Fassaden beeindrucken. Am nördlichen Ende geht die Einkaufsmeile in den San Telmo-Park über, in dem sich die gleichnamige Dorfkapelle befindet. Hier lag auch der erste Hafen der Inselhauptstadt. Die Grundmauern der Dorfkapelle stammen aus dem Jahre 1694, und im Inneren sind hübsche Holzarbeiten im Mudejarstil und vergoldete Altaraufsätze zu sehen. Der von der Präsenz des nüchternen Gebäudes der Militärverwaltung geprägte San Telmo-Park beherbergt auch einen restaurierten modernistischen Kiosk sowie einen Musikpavillon, in dem Konzerte veranstaltet werden.

Das Stadtviertel Triana endet an der Strasse Bravo Murillo, an der sich früher die vom Meer ausgehende nördliche Stadtmauer befand, die in der heute verschwundenen Hafenmauer auslief. Die Stadtmauer umfasste den alten und vornehmen Kern von Vegueta-Triana und stieg bis auf die Abhänge auf, wo bis heute die Ruinen sichtbar sind. In der Strasse Bravo Murillo befindet sich der Inselpalast, Sitz der Inselverwaltung von Gran Canaria. Das im rationalistischen Stil gehaltene Gebäude wurde von Miguel Martín Fernández de la Torre entworfen. Quer zur Strasse Bravo Murillo verläuft die Strasse Tomás Morales, die bis zum Doramas-Park führt. An dieser Strasse liegen die wichtigsten Ausbildungseinrichtungen der Berufsschulen, Fachbereiche von Universitäten und bedeutende Büchereien sowie die Plaza de la Constitución, beziehungsweise der Obelisk mit einem Monolithen, der an den Beschluss der spanischen Verfassung erinnert.

PLAZAS DE LA FERIA UND RAFAEL DE O’SHANAHAN

Zwischen dem San Telmo-Park und der Plaza de Rafael O´Shanahan, parallel verlaufend zur Strasse León y Castillo, befinden sich die wichtigsten Verwaltungsgebäude der autonomen Region der Kanarischen Inseln. Die Plaza de la Feria befindet sich auf halber Strecke. In der Mitte steht ein Denkmal zu Ehren von Benito Pérez Galdós, eine Bronzestatute des Bildhauers Pablo Serrano. An dem mit dichten Lorbeerbäumen bestückten Platz zählen der Sitz der zentralen Regierungsvertretung auf den Kanarischen Inseln und der Sitz der Marinekommandantur zu den herausragendsten öffentlichen Gebäuden. In der Nähe trifft man auf die Plaza de Rafael O´Shanahan mit dem Sitz der Kanarischen Regierung.

DIE GÄRTEN DES DORAMAS

Gleich hinter der Plaza de Rafael O´Shanahan erreicht man Ciudad Jardín, ein Stadtviertel, das von der britischen Kolonie auf der Insel gegen Ende des XIX. Jahrhunderts errichtet wurde. Sein Mittelpunkt ist der Doramas-Park, in dem sich das Hotel Santa Catalina und das Kanarendorf befinden, beides Anlagen, deren Wurzeln in der traditionell kanarischen Architektur zu finden sind, die meisterhaft vom facettenreichen kanarischen Künstler Néstor Martín Fernández de la Torre in Szene gesetzt wurden. Die Gärten des Doramas-Parks zeigen eine breite Vielfalt an kanarischer Flora, und im Innenhof des Kanarendorfes, gesäumt von Kunsthandwerksläden, finden jeden Sonntagmorgen folkloristische Veranstaltungen statt. Im Kanarendorf durfte das Néstor-Museum nicht fehlen, in dem die Werke des gleichnamigen Künstlers und Schöpfers des Kanarendorfes ausgestellt werden.

KÜSTENBOULEVARD AVENIDA MARÍTIMA UND DIE ALLEE MESA Y LÓPEZ

In Richtung Santa Catalina-Park trifft man auf die Avenida Mesa y López, eine große, mit Lorbeerbäumen bestückte Rambla, an der die Einkaufsriesen und Spezialgeschäfte, Bankzweigstellen, Büros, Restaurants und Terrassen herrschen. Die Avenida Mesa y López wird zum Meer hin durch die Mauern der spanischen Marine begrenzt, welche bereits Teil des großen Hafens Puerto de La Luz ausmacht

DER HAFEN PUERTO DE LA LUZ UND SAN CRISTÓBAL

Vom Hafen Puerto de La Luz führt direkt am Meer entlang der Küstenboulevard, eine von Palmen und von einem animierten und langen Spazierweg gesäumte Autostrasse, die an Vegueta vorbeizieht und bis zum typischen Fischerviertel San Cristobál führt, wo das Leben scheinbar fernab vom übrigen Stadtleben geführt wird. Im Viertel trifft man auf den herausragenden Festungsturm San Pedro Mártir, der direkt im Meer errichtet worden ist und von den meisten Einheimischen unter dem Namen Castillo de San Cristóbal bekannt ist. Zahlreiche Restaurants bieten Fischspezialitäten an.

STADTVIERTEL CIUDAD ALTA UND LOS RISCOS

Die Stadt begann sich im XVII. Jahrhundert an den zur Küste abfallenden Hängen auszubreiten. Oberhalb des Viertels Vegueta entstanden das Stadtviertel San José und an den Steilhängen die Viertel San Juan, San Nicolás, San Roque und San Bernardo. Mitte des XX. Jahrhunderts entstand mit dem Bau der Avenida de Escaleritas das Viertel Ciudad Alta, die Oberstadt, welche wiederum zum Bau zahlreicher kleinerer Wohngebiete führte. Auch entstand die Strasse Pedro Infinito, das Zentrum des Viertels Schamann und beliebte Geschäftszone dieses Teils der Stadt.

DER TOURISTENBUS

Im Touristenbus erlebt man einen Panoramablick vom oberen Stadtgebiet auf die gesamte Hauptstadt und eine Spazierfahrt durch die abwechslungsreichsten und typischsten Viertel einer modernen Stadt, die niemals stillsteht. Einen ganzen Tag lang kann man an den zwanzig Haltestellen entlang des Streckenverlaufs ein- und aussteigen, wie es einem gefällt.

Mehr Information: www.city-sightseeing.com