Gran Canaria
Die offizielle Tourismus-Webseite von Gran Canaria
Silueta Gran Canaria Sitemap
Gran Canaria

Kultur

Cantería (Die Steinmetze)

Die Arbeit in den Steinbrüchen wird noch auf traditionelle Weise durchgeführt. In die Risse im Gestein werden Stahlkeile eingesetzt und so lange eingeschlagen, bis sich größere Brocken lösen. diese Brocken werden zerkleinert und auf die gewünschte Größe reduziert. Dann beginnt die eigentliche Arbeit des Steinmetzes. Zuerst wird das Motiv, das in Stein gehauen werden soll, auf den Stein kopiert. Dies ist ein langsamer und schwieriger Vorgang. Zuerst wird die Zeichnung auf Papier gemacht, danach eine Schablone angefertigt und dann wird das gewünschte Profil auf den Stein übertragen. Mit verschiedenen Meißeln bearbeitet der Steinmetz nun den Stein, bis die genaue Linienführung und das gewünschte Volumen, die im Projekt vorgesehen sind, erreicht werden.

Die Meisterhaftigkeit und der künstlerische Ausdruck der kanarischen Steinmetze wird vor allem an der Kirche San Juan in Arucas deutlich. Außer diesem Gebäude gibt es noch weitere, zahlreiche Beispiele, nicht nur auf den Inseln, sondern auch in Venezuela und auf Kuba, wo ebenfalls gehauene Steine aus Arucas verwendet wurden.

Außer dem "blauen Stein" aus Arucas, San Lorenzo und Bandama findet man auf der Insel auch den "grünen Stein" aus Tirma und Ayaguares (verwendet am Kolumbushaus und an der Fassade des Pilar Nuevo), den "weißen Stein" aus Los Pinos de Arucas und La Fula (die Hunde am Kolumbushaus) und den "roten Stein" aus Tamadaba und Ayaguares, der für das Bauerndenkmal auf der Plaza de España in Las Palmas de Gran Canaria verwendet wurde.