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Entdecken Sie Gáldar

Wenn man von der Inselhauptstadt Las Palmas de Gran Canaria nach Gáldar fahren möchte, nimmt man die Schnellstraße im Norden der Insel. Sie verläuft parallel zur nördlichen Küste und bereitet keine Schwierigkeiten beim Fahren. Man durchquert die Orte Bañaderos, Quintanilla und San Andrés. Danach fährt man auf der Umgehungsstraße Guía - Gáldar - Agaete. Da die Straße praktisch auf der gesamten Länge mehrspurig ist, legt man die 27 Km zwischen Inselhauptstadt und Gáldar in knapp 20 Minuten zurück.

Wenn man öffentliche Verkehrsmittel benutzen möchte, geht man zum Busbahnhof in Las Palmas de Gran Canaria und nimmt die Linie 105 nach Gáldar.

Museo y Parque Arqueológico de la Cueva Pintada

Die Stadt Gáldar, die alte Hauptstadt der Könige der Insel (Guanartematos), zeigt einen Teil ihrer Geschichte im Archäologiepark der bemalten Höhle, der mitten im Stadtzentrum liegt und einen der wichtigsten archäologischen Funde im atlantischen Raum (Höhlenmalereien) beherbergt.

An der Küste des Gemeindegebietes findet man alte Siedlungen und Begräbnisstätten, die heute unter dem Namen La Guancha bekannt sind. Auf 24.000 m2 kann man sehen, wie die Ureinwohner und ihre religiösen und weltlichen Führer lebten und begraben wurden. Neben prähispanischen Häusern und Wohnräumen findet man hier zahlreiche Grabhügel, unter ihnen den größten erhaltenen Grabhügel der Ureinwohner, so wieso die Wohnsitz vom Guaires und die Harimaguadas.

Im Stadtzentrum, das seit 1981 unter Denkmalschutz steht, gibt es eine Reihe von bemerkenswerten Gebäuden.

Iglesia de Santiago de Gáldar
Detalle de la Pila Verde

Die Kirche Santiago de Gáldar ist eine der schönsten Kirchen der Kanarischen Inseln. Stilistisch bildet sie eine Brücke zwischen dem Barock und dem Klassizismus des Archipels. Von den ursprünglichen Objekten aus dem 16. Jh. sind noch einige erhalten, wie zum Beispiel die Pila Verde (grünes Taufbecken), in der die besiegten Heiden getauft wurden. In der Kirche sowie im angrenzenden Museum gibt es zahlreiche, wertvolle Kunstwerke wie Malereien, Statuen und Schmuckgegenstände.

Das alte Rathaus, das auf den Resten eines Gebäudes aus dem 18. Jh. errichtet wurde, ist ebenfalls einen Besuch wert. Hier wird einer der ältesten Drachenbäume (Drago) der Insel gehegt. Seine Existenz ist schon im Jahre 1718 dokumentiert.

Gleich neben dem Rathaus steht das Städtische Theater, ein Gebäude aus dem Jahre 1912, das das alte von Isabel II. gegründete Theater ersetzte.

Ein weiteres interessantes Element des Stadtbildes ist die so genannte Plaza Grande, eine Allee aus dem 19. Jh., die von alten westindischen Lorbeerbäumen und Araukarien gesäumt wird.

Museo y Parque Arqueológico de la Cueva Pintada

Das Museo de Antonio Padrón liegt nur wenige Meter von dieser Plaza entfernt und beherbergt mehr als hundert Werke von einem der wichtigsten, kanarischen Künstler der Avantgarde.

Wenn man einen Überblick über die gesamte Stadt und die umgebenden Landschaften bekommen möchte, sollte man auf die umliegenden Berge steigen (Montañas de Gáldar y Amagro). Die Aussicht ist spektakulär. Im Inneren des Gemeindegebietes sollte man vor allen Dingen die Kiefernwälder (Pinos de Gáldar) besuchen. Die Landschaften sind überwältigend und der geologische sowie der botanische Reichtum sind beeindruckend.

Im Barranco Hondo de Abajo kann man eine der wichtigsten Höhlensiedlungen des kanarischen Archipels besichtigen. Gleich daneben gibt es ein kleines ethnographisches Museum, wo man die wichtigsten Aspekte der alten kanarischen Kultur der Gipfelregionen hautnah kennenlernen kann.

Strände

An der Küste dieser Gemeinde befinden sich verschiedene interessante Badestrände, wie z.B. die Strände „Los Dos Roques, Punta de Gáldar, la Caleta de Arriba, la Caleta de Abajo, la rada del Juncal, El Agujero” und viele weitere von der Natur geschaffene Buchten, die zum Baden einladen.

Un niño se prepara para entrar al mar en Sardina

Im äußersten Nordwesten gibt es eine bemerkenswerte, ausladende Felsformation: la Punta de Sardina, mit einem Leuchtturm gleichen Namens. Im Schutze dieses Felsvorsprunges befindet sich ein Strand und der Fischerhafen Puerto de Sardina, etwa 5 km vom Ortskern von Gáldar entfernt. Die besten Bedingungen der ganzen Umgebung für die Fischerboote bietet der Hafen Puerto de Sardina. Von jeher ein traditioneller Anlegeplatz an der Küste, wurde er kürzlich durch den Bau eines neuen Kais verbessert und erweitert, so dass auch Sportboote dort vor Anker gehen können.

Un buceador olvida las prisas en el fondo de Sardina

Am 20. März 1895 wurde der kleine Hafen von Sardina schon zu einer Zone allgemeinen Interesses ernannt. Später verlor er jedoch seinen Handelscharakter und diente ausschließlich den Fischern für ihre Aktivitäten. Bis heute ist die Nutzung als Fischerhafen erhalten geblieben, jedoch finden wir hier auch andere attraktive Angebote: Neben dem Hafen gibt es einen fast 400m langen, goldgelben Sandstrand. Gegenüber anderen Stränden des Gemeindegebietes lädt er - auf Grund seiner vor dem Wind und den Strömungen geschützten Lage - besonders zum Baden ein. Daneben beeindruckt das gastronomische Angebot in Restaurants und kleineren Gaststätten, wo man sich vor allem an frischem Fisch der Region satt essen kann.

Einkäufe

Gáldar ist zu einer der größten Ansiedlungen im Norden der Insel geworden. Im Stadtzentrum gibt es eine große Zahl von Geschäften, wo man praktisch alles kaufen kann. Sucht man frische Lebensmittel aus dem Gemüsegarten oder aus dem Meer, empfiehlt sich ein Besuch im Städtischen Markt.

Man findet aber auch Gegenstände des örtlichen Kunsthandwerks, wie zum Beispiel Tongeschirr, das noch mit traditionellen Mitteln hergestellt wird. In Hoya Pineda, einem der wichtigsten Orte des Gemeindegebietes, gibt es noch zahlreiche Werkstätten, wo Ton- und Keramikgegenstände hergestellt werden.

Ein weiteres begehrtes Produkt in diesem Gemeindegebiet sind die handgewebten Stoffe, die man vor allem in ländlichen Gegenden erstehen kann. Im Gemeindegebiet von Gáldar gibt es noch einige Kunsthandwerker, die herrliche Naifes oder kanarische Messer herstellen. Die Griffe der Messer bestehen aus Metall und Horn und zeigen oft einzigartige, geometrische Ornamente. Ein großer Teil der besten Schreiner und Instrumentenbauer der Insel wohnt in und um Gáldar.

Gastronomie

Ebenso wie in den benachbarten Gemeinden des Nordens ist der Käse ein besonders empfehlenswerter Gaumenschmaus. Der bekannteste Käse (queso de flor) wird aus Schafsmilch gemacht und erhält ein besonderes Aroma durch die Beigabe von kleinen Mengen von Cardo-Blüten. Es gibt aber auch andere Käsesorten, die nicht mit Blüten hergestellt werden und ebenfalls hervorragend schmecken.

In den Restaurants der Dörfer sollte man das Fleisch von jungen Ziegen (carne de cabrito) probieren. Das Rindfleisch ist ebenfalls empfehlenswert.

In der Gegend von Sardina sollte man vor allem frischen Fisch bestellen. Auch die anderen typischen Gerichte dieses Gemeindegebietes sind sehr zu empfehlen.


Praktische Informationen

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