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Gastronomie

Tanz der Kulturen in der Markthalle

Die Stadt Las Palmas de Gran Canaria ist berühmt für ihr kosmopolitisches Ambiente. Mit 400 000 Einwohnern ist sie die größte des Kanarischen Archipels. An den Kais des Hafens, der zu einem der verkehrsreichsten Spaniens zählt, werden die Exporterzeugnisse der kanarischen Landwirtschaft nach Europa verschifft. Und Lebensmittel von überallher abgeladen, die mit ihren Aromen die Inselküche bereichern.

Große Augen und viele Fische: Stand im Zentralmarkt

Fünf Jahrhunderte lang assimilierte die Inselgastronomie die Einflüsse der Länder und Menschen, mit denen sie verkehrte. Nur wenige Städte Spaniens können sich rühmen, so viele Restaurants zu besitzen, auf deren Speisekarten man um die Welt reisen kann.Das Resultat ist ein Mosaik von Tradition und Food-Fusion, eine gigantische kulinarische Vielfalt, zubereitet von Köchen unterschiedlichster Herkunft und Ausbildung. Eine auf heimischen Erzeugnissen basierende Küche, die originell und von vorzüglicher Qualität ist.

"Frangollo" mit Karamell

José González ist einer der besten Chefs von Gran Canaria. Er gehört zu einer Generation, in der die Häuser noch Dachterrassen hatten. Dort hielten die Familien eine Ziege, der Milch wegen, ein Zicklein für den Weihnachtsbraten, und Hühner, der Eier wegen. Sogar einen Taubenschlag gab es, um den Kindern eine nährende Kükensuppe kochen zu können. Seine Erfahrungen bildeten eine solide Basis für seine spätere Karriere als Koch. Doch war ihm dies nicht genug, er langweilte sich. "Pepe, dir kann niemand das Kochen beibringen, wohl aber die Technik", sagte einst ein katalanischer Gastrokritiker zu ihm. Die Möglichkeiten, Gerichte schöner zu präsentieren, studierte er dann in Las Palmas de Gran Canaria. Als er genug wusste, eröffnete er sein eigenes Restaurant, in dem er heimische Inselküche zubereitet. Er ist fest überzeugt: "Die kanarischen Gerichte sind die delikatesten der Welt".

Luftansicht von Las Palmas de Gran Canaria

Neue Generationen von Chefs setzen das Wissen und die Technik um, die aus anderen Teilen der Welt, wie zum Beispiel Asien, auf die Insel dringen. Octavio Ramírez mag den modernen Touch der Gegenwart. Er verarbeitet in Tagesküche und gastronomischen Tagen die Einflüsse der japanischen und hinduistischen Küche. Dabei kombiniert er typisch kanarische Produkte, wie den guarapo - Zuckerrohrsaft, mit delikaten exotischen Interpretationen.

Um die Speisekammern von Restaurants und Familien mit frischen, appetitlichen Erzeugnissen zu füllen, besitzt Las Palmas de Gran Canaria vier Gemeindemärkte. Sie sind bemerkenswert wegen ihrer Geschichte und ihrem hervorragenden Angebot von Produkten von Land und Meer.

Gemüsemix

Der 1863 erbaute Markt von Vegueta im historischen Stadtzentrum ist einer der ältesten Spaniens. Im volkstümlichen Hafenviertel La Isleta steht der Jugendstilmarkt des Hafens mit seiner schmiedeeisernen Struktur aus dem Jahr 1891. Auch er zählt zu den spanischen Veteranen. In seiner Halle befinden sich außerdem verschiedene Bistrots mit einem vielseitigen gastronomischen Angebot. Die beiden anderen Märkte, Mercado Central und Altavista, stammen aus den 1950er und 1960er Jahren.

Der "Zentralmarkt" war von 1958 bis 1981 zudem Großhandelsmarkt und belieferte die Restaurants und Geschäfte der Stadt. Heute muss er sich in einem Stadtviertel, das stark kommerziell geprägt ist, gegenüber der Konkurrenz der zahlreichen Supermärkte und Geschäfte behaupten. Doch ist er immer noch eine Referenz in der Stadt – dank der Qualität der angebotenen Ware, des Organisationstalents und der schönen Präsentation durch die Erzeugerzünfte sowie interessanter Aktivitäten wie Führungen für Schulkinder und solidarische Kampagnen zur Sammlung von Lebensmitteln usw.

Die Geschichte und Vitalität der Märkte von Las Palmas de Gran Canaria inspirierte Juan Ignacio Robles, Professor für Sozialanthropologie an der Autonomen Universität von Madrid, zu dem Ausspruch: "Die Kultur der Märkte prägt die zeitgenössische Geschichte des Kanarischen Archipels." Er fügt hinzu: "In Las Palmas de Gran Canaria pulsiert der Markt weiterhin als soziale und kommerzielle Institution mit eigenem Leben".


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