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Route von Valleseco

Wussten Sie, dass uns die Route, die Sie gewählt haben, zur jüngsten Gemeinde der Insel führen wird?

Dem ist tatsächlich so: Valleseco war eine Ortschaft der Gemeinde Teror bis 1842, nämlich bis zur Wahl des ersten eigenen Gemeinderats am 29. Januar jenes Jahres. Valleseco kann man von Las Palmas de Gran Canaria auf…

verschiedenen Wegen erreichen. Ich möchte Sie heute über die Nordroute führen. Sie ist nicht nur die kürzeste, sondern darüber hinaus durch den Reiz der Landschaft entlang der Straße zu empfehlen. Über die Nordautobahn gelangen wir hinter Arucas an eine Kreuzung, wo wir die GC-30 in Richtung Firgas wählen. Auf dieser Straße werden Sie das Verkehrsschild sehen, das uns den Weg nach Valleseco weist.

Unterwegs gelangen wir an Bananenplantagen vorbei, die gerade im Norden der Insel zahlreich sind. An verschiedenen Punkten der Strecke öffnet sich der Blick auf die Küste von den Hängen des Guía bis nach Isleta. Am Straßenrand sehen wir an manchen Stellen auch die Schilder des Wanderwegenetzes, das die Gegend mit den Nachbargemeinden durchzieht.

Von der Inselhauptstadt aus erreichen wir nach 26 Kilometern Valleseco. Der Beschaffenheit des Geländes mit seinen tief eingeschnittenen Tälern und Schluchten und einer reichen Pflanzenwelt ist es zu erdanken, dass 80 Prozent ihres Geländes unter Schutz gestellt ist.

 

Luis Gonzaga Kapelle

In Valleseco angelangt, fahren wir in Richtung Ortsmitte. Doch vorher möchte ich Ihnen einen ganz besonderen Ort zeigen. Dazu folgen wir an der Kreuzung nicht dem Hinweisschild zur Ortsmitte, sondern fahren in Richtung Valsendero über die GC-305. Am Ortseingang von Valsendero sehen wir bereits die Ermita de Luis Gonzaga. Die Kapelle wurde 1925 durch den Pfarrer von San Vicente Ferrer eingeweiht. Nach dem Besuch setzen wir die Fahrt auf der gleichen Straße fort.

Landschaftspark von Doramas: Barranco de la Virgen und Barranco Oscuro

Je weiter wir fahren, desto grüner wird die Landschaft. Am Straßenrand kann man die Pflanzenvielfalt dieser Gegend erkennen, wo wir eines der Haupttäler besuchen wollen, welche die Gemeinde Valleseco durchqueren: den Barranco de la Virgen.

Wenn man auf dieser Straße immer weiter geradeaus fährt, gelangt man schließlich auf einem Forstweg nach Firgas.

Haben Sie den Lorbeerwald bemerkt? Dieser Laurisilva-Wald überzog einst das gesamte Inselinnere. Der Abschnitt, in dem wir uns befinden, ist Teil des Parque Rural de Doramas. Eine seiner wichtigsten Abschnitte verläuft durch den Barranco Oscuro, wo wir uns gerade befinden. Dieser steht ausnahmslos unter Naturschutz, also unter der höchsten Schutzkategorie im Netz der Schutzgebiete auf den Kanarischen Inseln. Viele Spezies der endemischen Flora, die wir unterwegs erblicken, kann man nur hier finden, da dies ihr einziges Habitat ist.

Das im Überfluss vorhandene Wasser und die Fruchtbarkeit der Böden haben in dieser Gegend eine blühende Landwirtschaft hervorgebracht. Heute trifft man daher noch entlang der Schlucht auf zahlreiche Häuser und Gehöfte. Auch die Reste alter Mühlen zeugen von dieser an das Wasser gebundenen Vergangenheit.

Ich überlasse Sie eine Weile sich selbst, damit Sie die Landschaft gebührend genießen können.

Nun aber wollen wir die Ortschaft von Valleseco aufsuchen. Wir fahren zurück auf der selben Straße, über die wir gekommen sind, und halten an der Kreuzung mit dem Wegweiser zur Innenstadt. Hier können wir den Wagen abstellen, um den Ort und einige seiner Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.

 

Ortskern von Valleseco

Pfarrkirche San Vicente Ferrer

Wenn es Ihnen recht ist, wollen wir bei der Pfarrkirche San Vicente Ferrer beginnen.

Sie liegt an der Hauptstraße des Orts, der Calle León y Castillo, an der sich die meisten nennenswerten Gebäude befinden. Der Name der Pfarrkirche San Vicente Ferrer ist der tiefen Verehrung geschuldet, welche die Bewohner für den heiligen Dominikanermönch Vinzenz Ferrer empfanden, dem auch die Kirche im benachbarten Teror geweiht war, von dem sich Valleseco verselbstständigte. Mit den Spenden der Bruderschaft, der die Einwohner angehörten, konnte 1746 eine erste Kapelle gebaut werden, an deren Stelle die heutige Kirche entstand.

Die Pfarrkirche San Vicente Ferrer ist schlicht in ihrem Bau und das älteste erhaltene Gebäude in Valleseco. Im Inneren des Baus aus dem Jahr 1898 sind eine Kanzel und die Kassettendecke nach Art des Mudéjarstils hervorzuheben. Beachtenswert sind weiterhin ein Opferstock und die Figur des Hg. Vinzenz Ferrer und manche der Bildnisse, welche aus der einstigen Kapelle stammen, die hier früher stand. Auch bewahrt die Kirche ein Reliquiar, in dem ein Knochensplitter des Arms des Heiligen verehrt wird.

Der wichtigste Reliquie dagegen ist eine deutsche Orgel aus dem 18. Jahrhundert, welche sich zuvor in der Iglesia del Pino in Teror befand. Als für die Kirche in Teror im 19. Jahrhundert eine neue Orgel angeschafft werden sollte, wurde die alte Orgel, welche man einst in Hamburg erworben hatte, der Pfarrei Valleseco überlassen, wo sie nun seit dem Neujahrstag 1898 zu hören ist. Die Orgel wurde kürzlich restauriert und erschallt wieder in der Klangfülle aller ihrer Register. Die Orgel mit einer einzigen Tastatur über 51 Noten und einem barocken Prospekt soll, so heißt, den Klang von 9 Klavieren entfalten. Unter den Kunstschätzen der Pfarrkirche sind weiterhin die Gemälde des Hg. Vinzenz Ferrer und der Virgen de la Encarnación zu erwähnen.

Wenn wir aus der Kirche heraustreten, wollen wir einige Minuten auf dem Platz innehalten.

 

Kirchplatz von Valleseco

Der Platz mit seinem Brunnen lädt zum Verweilen und zur Besinnung ein. Hier werden wir an José Tadeo Monagas erinnert, den Unabhängigkeitskämpfer und Präsidenten der Republik Venezuela. Die Familie dieses Helden des Unabhängigkeitskriegs war kanarischer Herkunft, sie stammte nämlich aus Valleseco. Deshalb ist hier seine Büste zu sehen.

 

Gofio-Mühle “San Vicente Ferrer”

Am Gehsteig gegenüber hinter einer Garageneinfahrt liegt eine Gofio-Mühle. Sie ist an die Hundert Jahre alt und einen Abstecher wert. Die Einwohner bringen nach wie vor das Korn hierher, um es zu Mehl vermahlen zu lassen. Dort kann man den ganzen Mahlvorgang verfolgen, freilich mit einigen Modernisierungen. Der erste Eigentümer der Mühle hieß Pantaleón Rodríguez Rodriguez und war Bürgermeister des Orts von 1930 bis zur Ausrufung der Republik am 16. April 1931. Der Betrieb wird heute von seinem Enkel fortgeführt, Paquito, wie man ihn im Ort kennt. Die Mühle erzeugte auch Strom seit 1920 bis 1950 Valleseco schließlich an das Versorgungsnetz angeschlossen wurde.

 

Museum

Wenn wir uns von der Hauptstraße aus abwärts begeben gelangen wir in den unteren Teil des Orts, wo wir mit dem Auto hereingekommen sind. Dort finden wir das Museo Etnográfico, ein kürzlich eingerichtetes ortsgeschichtliches Museum, das uns einen Einblick in die Geschichte, das Brauchtum und die Gewerbe gibt, die Valleseco zu dem gemacht haben, was es heute ist. Daneben befindet sich die Touristeninformation, wo Sie alle Informationen für den Besuch der Gemeinde erhalten.

 

Ökomarkt

Wenn Sie möchten, können wir auch gerne einen Halt beim Ökomarkt von Valleseco einlegen. Dort gibt es frische Erzeugnisse aus ökologischem Anbau auf den fruchtbaren Böden dieser Gegend.

Zu einem der Stars unter den Produkten aus Valleseco bedarf es einiger weiterer Wort: Gemeint ist der Apfelanbau.

 

Apfelanbau in Valleseco

Ich würde Sie nämlich gerne zum Centro especial de empleo führen, das ist eine Art Beschäftigungsmaßnahme. Doch keine Angst, Sie sollen nicht etwa arbeiten, ganz im Gegenteil: Ich führe Sie dorthin, um Ihnen etwas Leckeres vorzuführen. Denn vielleicht steht Ihnen auch der Sinn nach etwas Süßem. Dort werden nämlich Süßspeisen aus Äpfeln bereitetet. Während wir dorthin gehen, möchte ich Ihnen einiges zum Apfelanbau erzählen, der zu einem der Stars dieser Gemeinde geworden ist. Äpfel werden hier zwar schon seit Langem angebaut, vor kurzem erhielt die Produktion jedoch neuen Auftrieb, und zwar durch die Produktion von Süßspeisen, die zu einem Erfolgsschlager geworden sind. Damit wir wissen wovon wir sprechen, sollten wir einige verkosten. Wir sind angekommen: in der Calle Cura Caballero 15. Sie verläuft parallel zur Hauptstraße Calle León y Castillo. Der Betrieb ist also leicht zu finden. Wir finden dort ein breites Sortiment an Süß- und Nachspeisen, die ausnahmslos aus Äpfeln bereitet und unter der Marke Gran Valle vertrieben werden. Natürlich gibt es auch einen Direktverkauf im eigenen Laden. Ich werde an der kleinen Cafetería in der Mitte warten und bin auf Ihre Meinung gespannt.

Unter dem Gebäude befindet sich die Apfelweinkellerei Gran Valle. Der Apfelwein aus Valleseco wird aus der Sorte Renette gewonnen. Er entspricht den jüngsten Trends, ist leicht moussierend und frei von Zusatzstoffen. Die Produktion der Kellerei trägt zudem die Qualitätsmarke Gran Canaria Gourmet, die für eine Auswahl erlesener Delikatessen der Insel steht. Erstehen kann man den Apfelwein in den Läden, Restaurants und Landhotels sowie in der Kellerei, der Sidrería Gran Valle im Lanzarote Viertel.

Ein weiteres Starprodukt ist der Käse aus Valleseco. Seit den 1990er Jahren werden diese in unterschiedlichen Reifegraden angeboten. Seitdem konnten die hiesigen Käsesorten zahlreiche Preise erzielen. Zuletzt etwa beim World Cheese Awards 2011 in Großbritannien, bei dem sie mit der Silbermedaille in der Kategorie für gereifte Käse aus pasteurisierter Kuh-, Schafs- und Ziegenmilch ausgezeichnet wurden. Und beim Inselcontest, der Cata Insular de Quesos 2011 errangen sie den ersten Preis für halbgereifte Käse aus pasteurisierter Milch . Natürlich wird auch der Käse aus Valleseco unter der Qualitätsmarke Gran Canaria Gourmet vertrieben.

Die frischen, halbgereiften oder gereiften Käse mit Paprika oder traditionell zu Gofio zählen zu den beliebtesten Erzeugnissen in den Gaststätten, aber auch bei Touristen. Die Milch stammt dabei in allen Fällen aus eigener Viehhaltung.

Wir wollen die Gastronomie vorerst hintenan stellen, um andere Sehenswürdigkeiten aufzusuchen, die die Gemeinde zu bieten hat. Unser nächstes Ziel ist daher die Lagune von Valleseco

 

Lagune von Valleseco

Die Lagune im Parque Rural de Doramas ist ein Erholungsgebiet und erwartet uns mit ihrem landschaftlichen Reiz inmitten eines breiten Vulkankraters, der mit der für den Lorbeerwald typischen Vegetation ausgekleidet ist. Haben Sie Lust auf einen Besuch der Lagune?

Ein verlockendes Angebot, das sich nicht ausschlagen lässt, handelt es sich doch um eine Ansammlung von Bäumen, die einen weltweit einzigartigen Wald bilden. Durch intensive Aufforstung konnte hier dank des europäischen Projekts Laurisilva XXI wieder ein Lorbeerwald entstehen. Wen man ganz hindurchfährt, gelangt man zu einer kleinen Lagune, die von unterschiedlichsten Vogelarten aufgesucht wird –von Singvögeln wie Gebirgsstelzen und Kanarien bis zu großen Zugvögeln wie Reiher.

Als Erholungsgebiet ist das Areal mit Grillplätzen, fließend Wasser und Tischen ausgestattet, wo es sich bequem unter Kastanienbäumen essen lässt. Wen Sie möchten, lassen Sie sich Zeit. Ich warte solange im Schatten der Bäume.

Wenn wir auf der Nebenstraße die Fahrt nach La Laguna fortsetzen, taucht bald vor uns die unverkennbare Silhouette des Pico de Osorio auf, ein alter Vulkankrater mit einer stolzen Höhe von 968 Metern. Von dort aus blickt man über die benachbarten Gemeinden Teror, Firgas, Arucas und weit hinten auf den Norden von Gran Canaria mit der Inselhauptstadt. Der Wanderweg, über den man hinauf gelangt, geht rechts zwischen Büschen ab, dort wo die Straße eine enge Kurve beschreibt.

 

Cortijo de Calderetas

Zum Abschluss unseres Ausflugs möchte ich Sie zum Cortijo de Calderetas führen: Ein Landgut aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert in typischer kanarischer Bauweise und Giebeldach inmitten der reizenden Landschaft des Kraters zwischen Kastanien, Ulmen und Pinien. Auf den Feldern rundherum wachsen für die Gegend typische Kulturen: Kartoffeln, Getreide und Äpfel. An einer der Seiten finden wir einen alten Waschplatz mit den typischen Steinplatten, auf denen die Wäsche geschlagen wurde. Die Geschichte dieses Orts reicht in die Zeit der Eroberung der Insel zurück. Dies trifft auch auf die übrigen Landgüter zu, an denen wir vorbeigelangen: Cueva Corcho, Crespo, Almaderos und Mesas de Galaz. Um das Auge zu verwöhnen, wurden großflächig Kastanien und Pinien angepflanzt, wo einst Brach- und Weideland lag. Gelegentlich erblickt man an den Hängen Schafe und Ziegen, die hier noch gehalten werden. Und in weiter Ferne kann man, so es das Wolkenmeer gestatten sollte, Las Palmas de Gran Canaria sehen.

 

Naturdenkmal „Montañón Negro“

Je mehr wir uns dem Montañón Negro nähern, wird die Landschaft unwirtlicher und trockener. Sie zeigt unverkennbar ihren Ursprung in der jüngeren vulkanischen Vergangenheit. Der 1.500 Meter hohe Gipfel ragt an der Südgrenze der Gemeinde auf. Seine Hänge fallen in den Barranquillo del Maipés, welcher weiter vorne in die Schlucht Barranco de la Virgen mündet. Aufgrund seiner besonderen geologischen Merkmale wurde der Berg zum Naturdenkmal erklärt und gehört somit zum Netz der Naturschutzgebiete der Kanarischen Inseln.

Mit diesem Abschluss unserer Rundfahrt und vor dieser Kulisse möchte ich mich von Ihnen verabschieden und wünsche Ihnen eine angenehme Rückfahrt. Wir hoffen, Sie bei Gelegenheit wiederzusehen.

Vielen Dank und bis bald!

 

 


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