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Karten/Routen

Südroute

Die Route im 360º Blick

Telde - Valsequillo - Ingenio - Agüimes - Santa Lucía - San Bartolomé de Tirajana

Podcast: Maspalomas

 

 

Die Küstenschnellstraße von Las Palmas de Gran Canaria geht Richtung Süden der Insel in die Autobahn GC-1 über. Die neue Umgehungsstrasse von Las Palmas de Gran Canaria bietet dem Besucher aus dem Norden der Insel den Anschluss an die Autobahn GC-1, ohne dafür in die Hauptstadt fahren zu müssen. In lediglich zehn Minuten wird der Nordeingang der Stadt mit Jinámar verbunden, ein Viertel, das an die Gemeinde Telde grenzt. Die parallel zur Küste verlaufende Strecke zeichnet sich durch flache Küstenstreifen und Sandstrände aus. Das Klima ist milder und sonniger, und Regen fällt hier nur selten.

Von der Hauptstadt Gran Canarias aus verlässt die Autobahn den Flughafen zur Linken und endet im Tourismusgebiet Puerto Rico an der Küste von Mogán, das bereits im Südwesten liegt. Der Weg zeigt uns aber auch die Richtung zu den Hauptstränden im Süden der Insel, die sich wenige Kilometer vor Puerto Rico befinden.

Wie auch schon auf der Nordroute sollte man bei der Fahrt Richtung Maspalomas die Autobahn öfter einmal verlassen und einige Abstecher ins Inselinnere unternehmen, um etwas über die Ortschaften abseits dieser Hauptverkehrsachse zu erfahren. Zehn Kilometer von der Inselhauptstadt entfernt liegt die historische Stadt Telde, die neben Gáldar ebenfalls Zentrum eines Königreichs der Ureinwohner war, in die die Insel aufgeteilt worden ist. Die Altstadtviertel San Francisco und San Juan sind unbedingt einen Besuch wert. Im enggassigen und beschaulichen San Francisco schlendert man an schönen Gärten, Kirchen, Klöstern und alten stattlichen Häusern im kanarischen Stil mit Holzbalkonen vorbei. Im Stadtviertel San Juan befindet sich einer der größten Freizeitparks der Kanarischen Inseln. In der Kirche San Juan sind ein wertvoller flämischer Altaraufsatz und ein Bildnis Christi aus dem XVI. Jahrhundert zu sehen, das von mexikanischen Indianern aus Maispaste gefertigt wurde.

Telde verfügt über zahlreiche archäologische Fundstätten wie etwa die trogloditische Höhlenanlage Cuatro Puertas.

Auch Valsequillo, die natürliche Grenze der Mittellagen von Gran Canaria, lohnt einen Besuch. Die Kirche San Miguel und das Kartell von Colmenar sowie das Dorfviertel Tenteniguada am Fuße des Felsmonolithen Roque del Saucillo vermitteln viel vom typischen Landleben der Insel. Vom Aussichtspunkt Mirador del Helechal genießt man einen wunderbaren Ausblick auf steil abfallende Felshänge und mit Blumen und Obststräuchern überzogene Hochebenen. Hinter Telde in Richtung Süden liegt das stark von Handwerk und Landwirtschaft geprägte Dorf Ingenio. Hier befindet sich auch das berühmte Steinmuseum. Der Name Ingenio geht auf eine Mühle zurück, mit der hier früher einmal Rohrzucker gemahlen wurde. Von dieser Mühle sind allerdings nur noch einige Überreste zu sehen.

Nun gelangt man nach Agüimes. Hier befand sich der Sitz des einzigen Geistlichen von Gran Canaria, der die Insel im Namen der spanischen Krone verwaltete. Ein Spaziergang durch das historische Dorfzentrum mit dem Bischofspalast lohnt sich. Die Pfarrkirche beherbergt in ihrem Innern zahlreiche Werke von Luján Pérez sowie weitere Bilder anonymer Künstler. Agüimes und Ingenio sind durch die landschaftlich imposante Schlucht von Guayadeque getrennt, die in ihrem Verlauf in Richtung Ostküste 1.500 Höhenmeter überwindet. Die zahlreichen archäologischen Fundstätten und die noch immer bewohnten Höhlen lassen darauf schließen, dass die Schlucht einmal eine bedeutende Siedlung der Ureinwohner war. Einzigartig sind die in Guayadeque befindliche, aus Stein gehauene Kirche sowie Bars und Restaurants, die der Ororgrafie angepasst worden sind.

Am Küstenstreifen von Ingenio und Agüimes liegen der Strand von Vargas, der besonders gute Bedingungen für Windsurfer bietet, und der Strand von Cabrón, an dem insbesondere Taucher wegen der faszinierenden Unterwasserlandschaften auf ihre Kosten kommen.

Zurück auf der Autobahn erreicht man die Gemeinde Santa Lucía, die sich in zwei unterschiedliche Landschaften gliedert: Das Innere, beziehungsweise die Berglandschaft und der Küstenstreifen. Im Inselinneren befindet sich der historische Dorfkern, umgeben von hundertjährigen Palmen und Stauseen, die der Landschaft ihren besonderen Reiz verleihen. An der Küste liegt der weltweit berühmte Strand Pozo Izquierdo, an dem jedes Jahr im Juli eine der Etappen der Windsurfweltmeisterschaften ausgetragen wird. Zwischen Santa Lucía und San Bartolomé de Tirajana öffnet sich der riesige Tirajana-Kessel mit seinen steil abfallenden Kraterwänden, begrenzt von landschaftlich auffälligen Laschen und mit einer prächtige Vegetationsvielfalt am oberen Talende der Tirajana-Schlucht. Hier fällt besonders der Risco Blanco ins Auge, eine weißliche und 400 m hohe Felswand, die das Landschaftsbild prägt.

Die Autobahn führt uns schließlich in die Touristenzentren, die am Tarajalillo-Strand beginnen. Hier gibt es auch einen Flugverein und die Wohnanlage Bahía Feliz. Dahinter schließen sich die Strände Águila, San Agustín, Las Burras, El Inglés, Maspalomas und Meloneras an, die zusammen die 17 Kilometer lange Tourismuszone Maspalomas Costa Canaria in der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana bilden. Dieser Küstenstreifen ist von weitläufigen Dünenlandschaften wie der so genannten Oase von Maspalomas geprägt, eine Ansammlung von Palmen, die sich um die Salzwasserlagune La Charca ansiedeln. Die zum Naturschutzgebiet erklärte Dünenlandschaft von Maspalomas umfasst ein Fläche von 400 Hektar und bietet seltenen und auf den Kanarischen Inseln vorkommenden endemischen Pflanzen und wirbellosen Tieren sowie zahlreichen Wandervögeln auf ihrem Weg von Europa nach Afrika eine Heimat.

Einzigartig ist der Bereich um den 65 Meter hohen Leuchtturm von Maspalomas in der Nähe der Oase. Hotels, Restaurants und Freizeiteinrichtungen wie die beiden Wasserparks, eine Westernstadt, Palmitos Park mit seinen tropischen Vögeln und Orchideen heben sich kontrastreich vor dem Hintergrund der Dünenlandschaft ab.

Die 18-Loch-Golfanlage von Maspalomas und der Themenpark Mundo Aborigen sind ebenfalls eine Facette dieser vielseitigen Freizeit- und Vergnügungsstadt. Zudem zählt Maspalomas nach der Eröffnung des Kongresspalastes mit einer Kapazität von bis zu 5.000 Personen zu den wichtigsten Kongresszentren.