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Karten/Routen

Zentrumsroute

Die Route im 360º Blick

Santa Brígida - San Mateo - Tejeda – Artenara

 

 

Die vorab beschriebenen Routen verlaufen, abgesehen von einigen Abstechern zu Städten und Dörfern im Inselinnern, allesamt entlang der Küste von Gran Canaria. Bleibt noch die Route durch das gebirgige Zentrum der Insel, die ihren Anfang in Las Palmas de Gran Canaria nimmt.

Man begibt sich auf die Schnellstrasse des Zentrums, welche die Viertel Vegueta und Triana trennt. Nach knapp 5 km fährt man im Vorort Tafira am Universitätscampus und am botanischen Garten vorbei, in dem die vielfältige Flora der Kanarischen Inseln und Makronesiens zu bewundern ist. Der Jardín Canario ist zudem Forschungszentrum im Bereich der Botanik und Wiederaufforstung.

Weiter über die Schnellstrasse geht diese in eine zweispurige Landstraße über. Nach ca. vier Kilometer Fahrt, nachdem man Tafira Alta hinter sich gelassen hat, gelangt man nach Monte Lentiscal, wo es an einer zweiten Abfahrt auf den Gipfel des Bandama-Kessels geht, einem riesigen Vulkankrater, der einen fantastischen Blick über die Insel bietet. An den Hängen des Vulkans befindet sich der königliche Golfclub Real Club de Golf de Las Palmas. Er wurde vor mehr als 100 Jahren gegründet und ist der älteste Golfclub Spaniens.

Das nächste Etappenziel ist Santa Brígida, nachdem man auf die Hauptstrasse zurückgekehrt ist. Eine reizvolle Landschaft, hübsche Palmenhaine, kanarische Architektur und ein ruhiges Ambiente zeichnen das Dorf aus. Im nahe gelegenen Hoya Bravo-Kessel trifft man auf ein sinnbildliches Drachenbaumexemplar der Spezies Dracanea Draco, das besonders schön gewachsen ist. In Santa Brígida findet an jedem Wochenende ein beliebter Markt statt, auf dem landwirtschaftliche Erzeugnisse und Blumen verkauft werden. Einen ähnlichen Markt findet man in San Mateo, der nächsten Gemeinde im Zentrum der Insel.

In San Mateo wird langsam eine gewisse Gebirgsatmosphäre spürbar. Das von Ackerbau und Viehzucht geprägte Dorf ist besonders am Wochenende in Form eines beliebten Wochenmarktes belebt. Es handelt sich um einen der berühmtesten Märkte der Insel, auf dem der berühmte Käse aus San Mateo feilgeboten wird.

Hinter San Mateo geht es weiter hinauf. Die Landschaft ändert ein weiteres Mal ihr Gesicht. Bei der Fahrt ins Inselzentrum durchfährt man drei verschiedene Klimazonen, die je nach Höhenlage und Ausrichtung unterschiedliche Landschaftsformen aufweisen. Die Berge fallen steiler ab, die Wälder der Mittellagen gehen langsam in Kiefernwälder über. Schließlich erreicht man den Parador de Tejeda mit einem Blick auf das Wahrzeichen von Gran Canaria, den Felsmonolithen Roque Nublo im geografischen Zentrum der Insel, nahe der höchsten Erhebung der Insel, der Spitze Pico del Pozo de las Nieves mit 1.949 Meter Höhe.

In dem Gebiet rund um den Parador de Tejeda verlaufen die alten Pfade, die von den Ureinwohnern und später dann von Eroberern und Siedlern benutzt wurden. Diese Wege, die zurzeit für den Wandersport ausgebaut und verschönert werden, führen durch die Berglandschaft des Zentrums von Gran Canaria mit ihrer vielseitigen Tier- und Pflanzenwelt. Hier befindet sich auch das Untersuchungszentrum Degollada Becerra, von dem aus man einen wunderbaren Ausblick auf den Tejeda-Kessel, seine steil abfallenden Kraterwände sowie die vielen geomorphologischen und von Menschenhand geschaffen Einzigartigkeiten, die diese Landschaft ausmachen, genießen kann. Im Zentrum ist eine bedeutende Ausstellung zu Themen der zentralwestlichen Natur und Kultur von Gran Canaria zu sehen, die durch Dokumentationsmaterial untermalt werden und dem Besucher Informationen und Orientierung vermitteln.

Vom Parador aus kann man nach Tejeda herunterfahren, das vor allem für seine Mandelbackwaren bekannt ist. Ein weiterer Weg führt nach Artenara, die höchst gelegene Gemeinde der Insel, die von dichten Kiefernwäldern umgeben ist. Von hier aus kann man einen Abstecher in den Norden der Insel unternehmen, sei es nach Moya über Fontanales oder nach Teror, Arucas und an die Küste. Telde erreicht man über die Strasse, die entlang des Kessels Los Marteles vorbeiführt. Dieser einzigartige Vulkan mit einem kreisrunden Kratergrund von 550 Metern Durchmesser und Kraterwänden von durchschnittlich 80 Metern Höhe entstand im Quartär.

Auch besteht die Möglichkeit, die Touristensiedlungen im Süden aufzusuchen. Dazu muss man sich auf die Strasse nach Fataga begeben, die in Maspalomas endet.

Der kanarische Kiefernwald, die Stauseen Chira und Las Niñas, die künstlich erschaffenen Seen gleichen, und auch die verschiedenen Wegesrouten, die den Spaziergänger auf Schritt und Tritt neue Landschaften der Insel entdecken lassen, seien es die rötlich gefärbten Erde von Firgas oder das „versteinerte Gewitter“, das Miguel de Unamuno in Tejeda gesehen hat – die Insel hat viele verführerische Gesichter, ganz gleich, in welche Richtung man sich begibt.