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Güigüi – hinter dem geheimnisvollen Bergmassiv des Südwestens


Das ausgedehnte Bergmassiv im Südwesten von Gran Canaria wird von Vallehermoso, Peñón Bermejo, Tasarte, Tasartico und Güigüi geformt. Zwischen seinen einsamen Hängen versteckt sich ein kleines Paradies.

Das Gebiet, im alten Regime ein Besitztum der Krone, war und ist fast menschenleer. Nie hat es im wilden Landstrich viele Einwohner gegeben, schon im 18. Jahrhundert nicht, und die wenigen, die es gab, stammten meistens aus La Aldea. 4 bis 18 Personen zählte man, je nach den saisonmäßig anfallenden Bauernarbeiten. Aber vielleicht ist es ja genau diese Einsamkeit, die diejenigen so schätzen, die Stille und Natur pur ohne jedes Beiwerk genießen möchten.

Zu erreichen ist Güigüi mit dem Boot von Tasartico oder einem anderen, nahegelegenen Küstenort aus. Oder zu Fuß über einen der alten Zieh- und Maultierpfade, die die Zeit überdauert haben. Über Bergrücken und Pässe, durch Schluchten und Täler führen sie und zeugen von der Ortskenntnis und dem praktischen Sinn derer, die sie anlegten, um Verbindungen durch das unwegsame Inselinnere zu schaffen. Die Wanderung von Tasartico auf den Pass und von dort durch das „Große Tal“ (Valle Grande de Güigüi) bis hinunter zum Strand dauert drei bis vier Stunden.

Wie ein Fenster zum Atlantik fügt das Tal sich in den mehr als 60 Kilometer langen, zerklüfteten Küstenabschnitt ein. 33 Kilometer davon gehören zur Gemeinde La Aldea, die übrigen zu Mogán, Artenara und Agaete. Zur Orientierung: die Küste kann in vier Abschnitte eingeteilt werden: die Steilküste und Strände von Agaete bis Punta de La Aldea, die Küste von La Aldea, die Klippen und Strände des Südwestmassivs (wo wir uns befinden) und die Küste von Veneguera und Mogán. Wegen der Abgeschiedenheit stellten alle Strände zwischen Güigüi und Mogán bis in die 1950er Jahre hinein strategische Punkte für den Bootsverkehr der Insel dar.

Beim Erreichen der Stelle, die Güigüi Grande genannt wird und wo das gleichnamige Tal beginnt, verlassen wir den steinigen Pfad und laufen endlich über feinen Sand. Am Ende des Wegs bildet ein Hain aus Schilf, Palmen und grüner Vegetation einen lebhaften Kontrast zur trockenen, mit kaktusartigen Euphorbien (cardones) bewachsenen Landschaft. Hier befindet sich auch eine Trinkwasserquelle, an der wir die Flaschen auffüllen können, die sich sicherlich auf der Wanderung geleert haben.

Der Strand setzt sich aus drei Zonen zusammen: Güigüi Grande, Güigüi Enmedio und Güigüi Chico. Mit dem Stand der Sonne wechseln die Farben und Formen, Licht und Schatten, in einer schier unbegrenzten Palette. Oft findet man sich in der beeindruckenden Landschaft ganz allein wieder. Gelegentlich –vor allem am Wochenende – kommen Wanderer her oder Ausflügler mit kleinen Booten und Jetskis, um im kristallklaren Wasser zu baden. Das Tal stellt einen der wenigen Orte auf der Insel dar, an dem überhaupt kein Mobilfunkempfang besteht. So einsam ist es, dass Besucher die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen treffen sollten. Und es unmöglich ist, sich dem Zauber des Ortes zu entziehen.

Das tiefe Blau des Himmels, die Nebelschwaden, die manchmal die Bergspitzen umhüllen und sogar bis zum Strand hinabziehen, tauchen die Landschaft in eine Aura der Unwirklichkeit. Eine Nacht und einen Sonnenaufgang in Güigüi zu erleben, ist eine unbeschreibliche Erfahrung. Alonso Quesada sagte einst: „Das Blau birgt meine Ideale, so unsichtbar wie die Sterne an diesem Nachmittag... Und doch sind sie dort, in alle Ewigkeit! strahlend!”

Güigüi ist heute ein Spezielles Naturschutzgebiet und seit kurzem in Staatseigentum. Damit ist die Möglichkeit, dass das Gebiet mit Inagua, Tamadaba und dem Roque Nublo zum Nationalpark erklärt wird, ein Stück nähergerückt.





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Wie komme ich hin?

Wie bereits erwähnt, kann Güigüi nur zu Fuß oder mit dem Boot erreicht werden. Ausflügler können ihren PKW in Tasartico (das Dorf liegt etwa 3 km vom Startpunkt des Fußwegs entfernt) oder direkt am Ausgangspunkt des Wegs stehen lassen.

Die Anfahrt mit dem Auto von Las Palmas de Gran Canaria nach Tasartico kann über die Süd- oder die Nordroute erfolgen. Die neue Landstraße (Tunnel) hat die Distanz auf der Nordroute etwas verkürzt, so dass Sie mit ca. 1 1/2 Fahrtzeit rechnen müssen.

Fahren Sie über die Landstraße des Nordens in Richtung Gáldar (GC-2) bis Agaete und von dort über die GC-200 weiter nach la Aldea. Folgen Sie hinter La Aldea weiterhin derselben Landstraße bis zum Abzweig der GC-204, die Sie nach Tasartico bringt.

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Sehenswertes

- La Aldea de San Nicolás: das nächstgelegene Dorf lädt mit kleinen, ruhigen Stränden, kristallklarem Wasser und einem kleinen Hafen zum Baden ein.

- Tasarte: kleiner Weiler mit wenigen Einwohnern und der Möglichkeit, direkt am Meer zu speisen. Empfehlenswert ist die Ropa vieja de Pulpo, ein Tintenfisch-Schmorgericht. Um eine Bootstour nach Güigüi zu unternehmen, erkundigen Sie sich im Dorf oder in der Bar.

- Tasartico: Küstenpunkt, an dem Boote nach Güigüi ablegen und landen. Tasartico ist auch der Ausgangspunkt des kürzesten Wanderwegs nach Güigüi.

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