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Feste und Information

Feste und Feiern

Zu den wichtigsten Feste der Gemeinde gehört das des Schutzpatrons von Valsequillo, San Miguel Arcangel (Erzengel Michael) am 29. September, bei dem der Mut des Erzengels und der Kampfes des Guten gegen das Böse gewürdigt werden. Drei Tage lang wird mit Straßentheater, der traditionellen Wallfahrt, einer Viehmesse und dem populären Volksfest der Suelta del Perro Maldito („Freilassen des verdammten Hundes“) gefeiert.

Auch der Tag des San Juan Bautista (Johannes der Täufer) wird in der Gemeinde festlich begangen. In Tenteniguada werden in der magischen Nacht des 24. Juni die traditionellen, großen Johannisfeuer entzündet. 

In Valle de San Roque werden die Straßen alljährlich zum Fest des Schutzpatrons San Roque am 16. August mit Fahnen und Lichterketten geschmückt. 

Eine wichtige Rolle spielt auch der Mandelanbau, denn im Gemeindegebiet wachsen schließlich mehr als 2.000 Mandelbäume. Darum findet in Valsequillo in den ersten beiden Wochen des Februars das äußerst beliebte Mandelblütenfest statt (Fiesta del Almendro en Flor), bei der die Blüte des Mandelbaums im Mittelpunkt steht. 

Alle diese Feste werden von den Klängen der Musikgruppen der Gemeinde begleitet, darunter El Rancho de Ánimas, das Colectivo Almogarén, die Folkloregruppe Los Lomitos, die Musikschule der Gemeinde, die Parranda del Medio jigo p’al kilo und die Parranda Valsequillera.

Geschichte

Als eines der am höchsten gelegenen Gebiete des prähispanischen Faycanato von Telde besaß Valsequillo eine besondere religiöse Bedeutung. Auf dem heiligen Berg El Helechal lag ein Almogaren, eine sakrale Höhle. Von Bedeutung sind auch die Höhlenbehausungen an den Hängen der Schlucht Barranco de San Miguel, die sich bei Tecén und Los Llanetes befinden.

Wie wir wissen, zogen die spanischen Eroberer durch die Schlucht des Barranco de Tecén heran. Als sie sich anschickten, in den Barranco de San Miguel einzudringen, entbrannte zwischen den Eroberern und den Verteidigern des Almogaren eine blutige Schlacht, bei der sich die kanarischen Heeresführer Tecén und Niguada besonders hervortaten. 

Seither wird der Ort Lugar de la Sepultura (Ort des Grabmals) oder Sepultura El Colmenar genannt. Auf dem Berg Helechal wurde ein Kreuz aufgestellt. Später, im Jahr 1530, wurde in der Nähe des Barranco de San Miguel ein Kavallerie-Stützpunkt eingerichtet, der unter dem Namen Cuartel de El Colmenar bekannt wurde. 

1670 wurde eine Kapelle errichtet, die vom Bischof Verdugo im Jahr 1800 zur Pfarrkirche geweiht wurde. Zwei Jahre später erhielt Valsequillo auf königlichen Befehl einen eigenen Bürgermeister. Dadurch wurde die Ortschaft von Telde abgetrennt und zur unabhängigen Gemeinde. 

Der 12. März 1802 ist zweifellos ein wichtiges Datum in der Geschichte von Valsequillo, denn an diesem Tag bestimmte die Königliche Audienz, „dass die Einwohnerschaft des Bezirks von Valsequillo, der vom hochwürdigen Bischof in Christus dem Herrn zitiert wird, 24 Beisitzer ernennen soll, damit sie einen von Telde unabhängigen Bürgermeister wählen, der direkt der allgemeinen Justiz dieser Hauptstadt unterstellt ist, die Gerichtsbarkeit der Gemeinde ausübt, die Versorgung und sonstige Verwaltung und Wirtschaft des Bezirks gewährleistet, und dass sie auch einen Vertreter und einen Beurkunder ernennen sollen...“ So wurde die Gründung der von der Stadt Telde unabhängigen Gemeinde Valsequillo von Gran Canaria vollzogen.

Geographische Daten

Das Gemeindegebiet erstreckt sich über 39,15 Quadratkilometer in den Ausläufern der Cuenca de Telde. Der höchste Punkt liegt 1.800 Meter über dem Meer.

Die Gemeinde grenzt im Norden an Vega de San Mateo und Santa Brígida, im Süden an Telde, Ingenio und Agüimes. Hier beginnt auch die Schlucht des Barranco de Guayadeque. Im Osten grenzt sie an Telde und im Westen an Vega de San Mateo und San Bartolomé de Tirajana. 

Ein beeindruckender Erosionskessel, die Caldera de Tenteniguada, schirmt die Ortschaft vom zentralen Gipfelgebiet von Gran Canaria ab. Der Krater ist ein natürliches Sammelbecken für Regenwasser und zeichnet sich durch seinen hohen botanischen Wert aus. Hier gedeihen einige typische Arten des Monteverde (Laurisilva). Einige von ihnen sind einzigartig in der ganzen Welt.

In der spektakulären Landschaft ragen einige Felsformationen hervor, die die Hänge krönen, wie der Saucillo und der Roque Grande. Weiter oben, schon im Gipfelgebiet, liegen die Caldera Los Marteles und La Calderilla, die sich ebenfalls durch ihren hohen landschaftlichen und kulturellen Wert auszeichnen. 

Im mittleren Bereich der Cuenca (Pfanne) von Telde rücken die Wände der Schluchten näher zusammen. Hier liegen der Barranco de San Miguel und einige landschaftlich sehr reizvolle Seitenschluchten wie der Barranco de los Cernícalos oder der von San Roque.

Die Wirtschaft

Die meisten Einwohner von Valsequillo arbeiten im Dienstleistungsbereich (Dienstleistungen, Baugewerbe, Transport, Feiberufler). Auch die landwirtschaftliche Selbstversorgung stellt immer noch eine wichtige Ergänzung der familiären Wirtschaft dar. Wie in den übrigen Gemeinden der Medianías werden vor allem Kartoffeln, Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide usw. angebaut. In den letzten Jahren hat sich auch der Anbau von Erdbeeren stark entwickelt, die zur Versorgung der Inselbevölkerung verkauft werden. Zu den prägendsten Elementen der Landschaft gehören zweifellos die Mandelbäume, deren Anbau gefördert werden sollte, damit sie ihre frühere wirtschaftliche Bedeutung wiedererlangen.

Eine weitere wichtige Aktivität ist die Schaf- und Ziegenhaltung. Ihre Milch dient vor allem zur handwerklichen und gewerblichen Herstellung von Käse und zum Verkauf. 

Pferde sind in Valsequillo dank des alten Kavallerie-Quartiers und als landwirtschaftliches Nutztier zum Ziehen von Dreschbrettern und als Lasttier schon seit Jahrhunderten gegenwärtig. 

Unter den unternehmerischen Aktivitäten sind besonders die Mineralwasser-Abfüllung und die Erzeugung von Honig- sowie Wein-, Brot- und Käseprodukten zu nennen. 

Weitere Bereiche der Wirtschaft erleben zurzeit eine bedeutende Expansion. Neue Unternehmensaktivitäten entwickeln sich, um die steigende Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen vor Ort der wachsenden Bevölkerung (Werkstätten, Geschäfte, usw.) zu befriedigen. 

Erwähnt werden sollte auch der sehr beliebte Gemeindemarkt, der jeden Sonntag stattfindet, um die lokale Produktion zu  unterstützen und zu fördern.

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